Das Wahlpflichtfach Darstellen und Gestalten bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre kreativen Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen Ausdruck, Kreativität, Teamarbeit und die Freude daran, sich selbst und andere auf der Bühne zu erleben.
Erwartungen und Voraussetzungen
Für das Fach Darstellen und Gestalten solltest du Offenheit, Kreativität und die Bereitschaft mitbringen, dich auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Wichtig sind außerdem Mut für Auftritte, Freude an künstlerischem Ausdruck sowie Engagement in der gemeinsamen Projektarbeit.
Du arbeitest verlässlich und verantwortungsbewusst im Team, bringst eigene Ideen ein und gehst respektvoll mit anderen um. Auch die Teilnahme an Proben sowie gelegentlichen außerschulischen Aktivitäten wie regelmäßige Theaterabende gehören dazu.
Das Fach verbindet Inhalte aus Deutsch (Sprache, Rollenarbeit), Sport (Körper und Bewegung) und Kunst (Gestaltung) und wird durch musikalische Elemente wie Rhythmus und den Einsatz von Musik ergänzt.
Leistungsbewertung
Die Leistungen werden vielseitig bewertet:
Schriftliche Leistungen (40%): Klassenarbeiten (praktisch oder theoretisch)
Sonstige Leistungen (60%):
praktische Arbeit (z. B. Szenen, Aufführungen)
theoretische Anteile
Mitarbeit und Teamarbeit
Am 26. Juni 2025 feierte der DuG-Kurs des 10. Jahrgangs der Ida-Noddack-Gesamtschule die erfolgreiche Premiere des selbstentwickelten Theaterstücks „Element 75“ in der Aula.
Das Stück erzählt die Lebensgeschichte der Wissenschaftlerin Ida Noddack, Namensgeberin unserer Schule, und beleuchtet ihren außergewöhnlichen Bildungsweg sowie die Entdeckung des Elements Rhenium (Ordnungszahl 75) im Jahr 1925.
Mit großer Kreativität, historischer Genauigkeit und viel Engagement setzten sich die Schülerinnen und Schüler im Fach „Darstellen und Gestalten“ mit Idas Biografie auseinander. Entstanden ist ein berührendes und gesellschaftlich relevantes Theaterstück über Wissenschaft, Gleichberechtigung und den Kampf um Anerkennung im frühen 20. Jahrhundert.
Für das leibliche Wohl sorgte die Schülerfirma INGE Catering unter der Leitung von Frau Spronk, die das Publikum vor der Aufführung und in der Pause professionell betreute und damit zum gelungenen Gesamterlebnis beitrug.
Ein großer Dank an alle Beteiligten für einen unvergesslichen Abend!
Julia Schulz (Fachgruppe DuG)
Der DuG-Kurs des 9. Jahrgangs besuchte am Mittwoch, den 02.04.2025, das Bühnenhaus Wesel und ließ sich von der eindringlichen Inszenierung „Bilder deiner großen Liebe“ nach dem unvollendeten Roman von Wolfgang Herrndorf in den Bann ziehen.
Im Mittelpunkt des Stücks steht Isa, die aus einer psychiatrischen Einrichtung flieht und sich ohne klares Ziel auf eine Reise durch Felder, Wälder und Dörfer begibt. Auf ihrem Weg trifft sie verschiedene Menschen, die oft rätselhaft erscheinen und nur von einem Schauspieler dargestellt wurden.
Ihr Blick auf die Welt ist außergewöhnlich, oft schräg und doch berührend ehrlich – jenseits gesellschaftlicher Vorstellungen.
Besonders beeindruckend war neben der starken schauspielerischen Leistung der Darstellerin von Isa das pure, aber wirkungsvolle Bühnenbild sowie die gezielte Einspielung von Off-Texten, die Isas Innenwelt und Gedanken sichtbar machten.
Diese Elemente griffen zentrale Inhalte des DuG-Unterrichts auf und regten die Schüler*innen nachhaltig zum Nachdenken über Darstellung, Perspektive und Wirklichkeitsentwürfe an. Ein intensives Theatererlebnis, das noch lange nachhallt.
Julia Schulz (Fachgruppe DuG)
Am Dienstag, den 25. Februar 2025, besuchte der DuG-Kurs des 8. Jahrgangs die Theateraufführung von Biedermann und die Brandstifter (Max Frisch) im Bühnenhaus Wesel.
Das Stück wurde eindrucksvoll inszeniert und regte die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken an.
Die Handlung dreht sich um den wohlhabenden Herrn Biedermann, der zwei zwielichtige Männer in sein Haus aufnimmt, obwohl sie Benzinfässer lagern und offen über Brandstiftung sprechen. Anstatt einzuschreiten, bleibt Biedermann passiv – aus Angst vor Konflikten, aus Bequemlichkeit und aus Selbstbetrug. Schließlich hilft er den Brandstiftern unwissentlich, ihre zerstörerischen Pläne umzusetzen. Am Ende steht das Unvermeidliche: Sie legen Feuer.
Die Inszenierung überzeugte nicht nur durch ein ausdrucksstarkes Schauspiel, sondern auch durch eine eindringliche Bühnenkulisse, die die bedrohliche Atmosphäre spürbar machte. Besonders beeindruckend war die schrittweise Zuspitzung der Handlung, die das Publikum fesselte und vor Augen führte, wie Wegsehen und Ignorieren zu Katastrophen führen können.
Nach der Aufführung sprachen die Schülerinnen und Schüler im Unterricht über die Aktualität des Stücks. Schnell wurde deutlich: Die Thematik ist auch heute noch bedeutsam: Wann verschließen wir die Augen vor offensichtlichem Unrecht? Warum handeln Menschen oft erst, wenn es zu spät ist?
Ein gelungener Theaterbesuch, der nicht nur unterhielt, sondern auch zum Nachdenken anregte!
Jan Overmann (Fachgruppe DuG)
Am 21.02.2025 besuchte der Darstellen und Gestalten Kurs des 7. Jahrgangs das Bühnenhaus Wesel, um gemeinsam mit dem Leiter, Herrn Borgardts, hinter die Kulissen des Gastspielhauses blicken zu können.
Nachdem wir im Foyer einige spannende Daten und Fakten zum Spielbetrieb des Hauses erhielten, ging es über den Bühneneingang zu den Garderoben und schließlich auf die Bühne, die für eine Veranstaltung am Abend vorbereitet worden war.
Dort begrüßten uns die Bühnenmeister und erklärten uns die Bühnen-, Licht- sowie Aufzugtechnik der Vorhänge und Kulissen. Außerdem ließen sie uns auch in unterschiedlichen Lichtern erstrahlen.
Am Ender der Führung haben wir auch noch einiges über die unterschiedlichen Berufe am Theater erfahren: Neben den technischen Berufen wie der Bühnen- und Veranstaltungstechnik, des kaufmännischen und künstlerischen Bereichs gibt es an größeren Theatern auch handwerkliche Betriebe wie die Schneiderei, Schlosserei, Tischlerei und Bühnenmalerei, in denen ausgebildet wird.
Julia Schulz (Fachgruppe DuG)
Am Donnerstag, den 09.01.2025, besuchte der DuG-Kurs des 10. Jahrgangs die beeindruckende Aufführung „Suits“ im Theater Oberhausen (Studio). Das Tanz-Theaterstück thematisiert den aussichtslosen Versuch, in einer weißen Mehrheitsgesellschaft unsichtbar zu werden, und beleuchtet mit kraftvollen, tänzerischen Mitteln den Alltag von People of Colour in Deutschland.
Im Vorfeld erhielten die Schüler:innen eine Einführung durch die Theaterpädagogin des Theater Oberhausen. Dabei lernten sie spannende Hintergründe zur Stückentwicklung kennen und bekamen praktische Anregungen, die sie nun im Unterricht ausprobieren können.
Die Aufführung selbst löste intensive Reaktionen aus: Viele reflektierten ihre eigene Sicht auf Vielfalt und Ausgrenzung, während andere offen über persönliche Erfahrungen mit Alltagsrassismus in Deutschland sprachen.
Dieser besondere Theaterbesuch bot nicht nur eine eindrucksvolle Darbietung, sondern auch wertvolle Denkanstöße für Diskussionen und kreative Arbeit im Kurs.
Julia Schulz (Lehrkraft)
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